1. Damen ringen Horchheim mit 74:59 nieder
12. November 2011, Felix Georg

12. November 2011, Felix Georg
Die Vorzeichen vor dem Aufeinandertreffen mit dem BBC Horchheim waren denkbar schlecht für die Regionalligadamen des CVJM Kassel: Neben den Ausfällen von Alena Dirks, Andrea Harder und Gesa Kip waren mehrere Spielerinnen in der vergangenen Woche erkrankt und auch am Spieltag noch stark angeschlagen. Somit erwartete die Mannschaft von Trainer Felix Georg eine äußerst schwierige Aufgabe. Letztlich zeigten sich die Spielerinnen um Kapitänin Natalie Gacal unbeeindruckt von den widrigen Umständen und konnten sich dank der phasenweise besten Saisonleistung und einer tollen Mannschaftsleistung einen 74:59-Sieg sichern.
Die ersten beiden Viertel gestalteten sich zunächst äußerst knapp. Einmal mehr war das Spiel eher durch die Verteidigungsleistung geprägt. Nach vier Minuten leuchtete lediglich ein 2:2 von der Anzeigetafel. In der Folge konnten die Gäste durchgehend eine knappe Führung behaupten. Die Gastgeberinnen ließen sich davon jedoch nicht beirren und blieben stets in Schlagdistanz. Zum Viertelende konnten die Gäste jedoch kleinere Unkonzentriertheiten auf Seiten der Gastgeberinnen ausnutzen und mit einer 14:18-Führung in die erste Viertelpause gehen. Auch im zweiten Viertel blieb die Begegnung spannend und ausgeglichen. Nachdem die Gastgeberinnen um Kapitänin Natalie Gacal zunächst zum 18:18 (12. Min.) ausgleichen konnten, behielten die Gäste aus Horchheim weiterhin eine knappe Führung. In den letzten drei Spielminuten der ersten Halbzeit ließen die CVJM-Damen keine weiteren Gästepunkte mehr zu und gingen somit mit einer 33:30-Führung in die Halbzeitpause. „Uns war klar, dass das heutige Spiel alles andere als einfach werden würde. Mit lediglich 8 Spielerinnen, von denen zwei noch sehr angeschlagen waren, erwartete uns eine schwierige Aufgabe“, war sich Trainer Felix Georg bereits vor der Partie ob der Schwierigkeit der heutigen Partie bewusst. „Entsprechend schleppend sind wir in die Partie gestartet. Mit der Verteidigungsleistung meiner Mannschaft in den ersten 20 Minuten war ich vollends zufrieden, jedoch haben wir im Angriff phasenweise zu hektisch agiert und uns noch nicht wie gewünscht die freien Würfe herausspielen.“
Somit war die Marschroute für die zweite Halbzeit klar. Und im dritten Viertel zeigten die CVJM-Damen nun die wohl bislang beste Saisonleistung: Dank einer unglaublich kämpferischen
Mannschaftsleistung (8 Assists), einer äußerst starken Wurfleistung (11 von 16 Feldwürfen, 69%) sowie einer Verteidigung, welche den Gästen keine einfachen Punkte erlaubte, gelang es das Spiel komplett zu drehen und für eine frühe Vorentscheidung zu sorgen. Ausschlaggebend war dafür ein 10:2-Lauf zu Beginn des Viertels. Die Gäste verrannten sich immer wieder in der Kasseler Verteidigung. Im Gegenzug lies man den Ball geduldig laufen und erspielte sich freie Würfe. Nach einem weiteren 8:0-Lauf lag man bereits mit 58:41 in Führung, ehe Kassels „Pepsi“ Hutsch mit Ablauf der Spieluhr zum Viertelende einen Dreier aus rund 7,5 Metern zum 61:43 verwandelte und für großen Jubel auf den Rängen sorgte. Im Schlussabschnitt waren beide Mannschaften nun zwar wieder gleichauf, jedoch sollten die Gäste nicht mehr bis auf unter 7 Punkte verkürzen können. Nachdem diese noch einmal bis auf 65:58 (36. Min.) heran gekommen waren, besannen sich die Hausherrinnen erneut ihrer Stärken und erhöhten erneut auf 71:58. Die Gäste versuchten nun noch einmal durch Fouls die Uhr zu stoppen und zwangen die Gastgeberinnen an die Freiwurflinie. Von dort konnten die Kasselerinnen um Topscorerin Thurid Marten jedoch sicher verwandeln und sicherten sich letztlich hochverdient den 74:59-Sieg. „Das dritte Viertel war wohl die bislang beste Saisonleistung meiner Spielerinnen. Dabei ist es uns gelungen, sowohl in der Offensive als auch der Verteidigung das Spiel so zu gestalten wie wir es uns vorgenommen hatten. Horchheim hatte dem in dieser Phase nichts entgegenzusetzen und wir haben eine großartige Mannschaftsleistung abgeliefert“, war Trainer Felix Georg merklich zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft. „Fünf Spielerinnen mit zweistelliger Punkteausbeute, drei Spielerinnen mit mehr als zehn Rebounds und vor allem 21 Assists sprechen Bände für unser mannschaftliches Spiel. Dass „Pepsi“ Hutsch als einzige Aufbauspielerin 40 Minuten durchspielt und Thurid Marten obwohl stark angeschlagen mit 14 Punkten und 6 Assists ein großartiges Spiel abliefert, verdient eine besondere Anerkennung. Aber auch die Leistung der restlichen Mannschaft war einmal mehr großartig.“
Für den CVJM spielten: Marten 14 (3 Assists), Gacal 12 (6 Assists), Simon 11, Pastuszko 10 (11 Rebounds), Precht 10 (13 Rebounds), Gückelhorn 8 (12 Rebounds), Hutsch 6 (2 Dreier), Oustioujina 3
Nach zwei spielfreien Wochenende empfangen die Regionalliga-Damen des CVJM Kassel den ungeschlagenen Tabellenführer des TV Langen. Nach zwei spielfreien Wochenenden gehen die Kasselerinnen als absoluter Außenseiter in die Partie gegen die Bundesliga-Reserve der Rhein-Main Baskets, welche alle ihre bisherigen Partien im Schnitt mit 20 Punkten für sich entscheiden konnten. Nach einer mehr als überzeugenden Hinrunde, welche der Aufsteiger mit 6 Siegen auf dem 4. Tabellenplatz beendete, kann man in der Rückrunde nun befreit aufspielen. „Vor der Saison hätte wohl niemand auch nur annähernd mit einer solch guten Platzierung zur Halbzeit der Saison gerechnet. Dank der überzeugenden Leistungen in den bisherigen Spielen stehen wir nun jedoch verdient so weit oben“, blickt Trainer Felix Georg zunächst zurück auf die absolvierte Rückrunde. „In der Rückrunde können wir nun befreit aufspielen. Unser Saisonziel ist es nach wie vor, frühstmöglich den Klassenerhalt zu sichern. Anschließend jedoch wollen wir die bestmögliche Platzierung erreichen.“ Nach dem Abschluss der Hinrunde mit dem Sieg gegen Horchheim hatten die CVJM-Spielerinnen zunächst eine verdiente zehntägige Trainingspause eingelegt, seit Montag gilt der Fokus jedoch erneut der Vorbereitung auf die beiden letzten Partien im Jahr 2011 gegen Langen sowie in Saarlouis. Gegen die favorisierten Südhessinnen will man mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung dagegenhalten. „Auch wenn wir nur als Außenseiter ins Rennen gehen: wir glauben, dass wir gegen jeden Gegner in der Liga mithalten und sogar gewinnen können, erst Recht zuhause“, blickt Trainer Felix Georg voraus und kann dabei auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Gegen das athletische Team aus Langen will man vor allem die eigenen Vorteile unter den Körben ausnutzen und das schnelle Fastbreak-Spiel der Gäste erst gar nicht zur Entfaltung kommen lassen. Bei den Gästen gilt es insbesondere auf die beiden Topscorerinnen Pia Dietrich und Kristin Annawald Acht zu geben, die pro Spiel 17,6 und 15,4 Punkte erzielen. Mit welchem Kader die Gäste letztlich antreten werden, ist jedoch unklar: ebenfalls am Samstagabend spielt die Bundesliga-Mannschaft der Rhein-Main Baskets im DBBL-Pokal in Herne, weshalb das Trainergespann Felix Georg & Martin Kosberg davon ausgeht, dass zumindest Svenja Greunke und Stephanie Wagner nicht mit nach Nordhessen reisen werden.