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Letztlich die Nerven behalten

zu Spielbegegnung: 
SG Weiterstadt vs. 1. Damen

1. Damen siegen mit 54:51 in Weiterstadt

08. Oktober 2011, Felix Georg

In einer hochspannenden Partie behielten die Regionalligadamen des CVJM Kassel im Duell der beiden hessischen Aufsteiger verdient die Oberhand. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit startete man beim Stand von 29:29 zu Beginn der zweiten Halbzeit quasi bei Null. Den besseren (Neu-)Start erwischten dabei die Gäste und konnten sich durch Punkte von Miriam Precht und Thurid Marten schnell eine Führung erspielen. Dank einer konzentrierten Verteidigungsleistung ließ man fünf Minuten lang keinen Korberfolg der Gastgeberinnen zu und erspielte sich eine zunächst beruhigende Führung zum 42:31 (28. Min.). Durch Punkte von Chiara Gießelbach und Tabea Stiller verkürzten die Südhessinnen bis zur Viertelpause jedoch noch auf 44:36.

Vor dem heutigen Spiel musste ich meine Spielerinnen eigentlich nicht extra motivieren. Uns allen ist noch bestens das letztjährige entscheidende Spiel in Weiterstadt in Erinnerung, und natürlich wollten wir heute erneut den Sieg einfahren“, blickte Trainer Felix Georg zurück. „Alles andere als ein ausgeglichenes und kämpferisches Spiel hätte mich heute sehr überrascht.“ Dennoch hätte man es auch weitaus weniger spannend machen können: Die 8-Punkte-Führung konnte Alena Dirks zu Beginn des Schlussabschnitts zwar zunächst zum 46:36 ausbauen, anschließend jedoch kamen die Gastgeberinnen richtig in Fahrt. Gleich zweimal war Weiterstadts Tabea Stiller von jenseits der 6,75m-Linie erfolgreich, durch weitere zwei Punkte von Saskia Gießelbach war es beim Stand von 46:44 wieder spannender als es den Kasselerinnen lieb war. Doch die entsprechende Antwort folgte umgehend: Völlig unbedrängt nahm Kassels „Pepsi“ Hutsch aus beinahe 8 Metern Maß und traf zum 49:44 und der Jubel auf der Bank war entsprechend laut. Auf der Gegenseite jedoch erlaubte man sich zwei Unachtsamkeiten, die Weiterstadt eiskalt ausnutzte und durch einen Dreipunktwurf sowie nach einem Offensiv-Rebound zum 49:49 ausglich. Somit war man wieder am Ausgangspunkt angekommen. Die verbleibenden zwei Minuten sollten also über Sieg oder Niederlage entscheiden. „Sicherlich ist es ärgerlich, heute erneut einen vermeintlich sicheren Vorsprung so leichtfertig vergeben zu haben“, blickt Trainer Felix

Georg zurück. „Über den gesamten Spielverlauf hatten wir heute mit der Schnelligkeit in der Verteidigung zu kämpfen, was Weiterstadt eiskalt durch erfolgreiche Distanzwürfe bestrafte. Noch weitaus mehr Probleme bereitete uns jedoch die ungewohnte Rebound-Schwäche: Durch schlechtes Ausboxen bekamen die Gastgeberinnen immer wieder zweite oder gar dritte Wurfchancen. Das gilt es definitiv zu verbessern!

Als es zu Spielende darauf ankam, machten die CVJM-Damen um Topscorerin Miriam Precht jedoch alles richtig: Im Angriff ließ man den Ball geduldig laufen und erspielte sich so gute Wurfchancen, welche Thurid Marten und Miriam Precht sicher verwandelten. Mit einer 53:49-Führung ging man in die letzte Spielminute. In dieser erhielt Weiterstadts Topscorerin Stiller nun eine Sonderbewachung durch Kassels Andrea Harder, was das Spiel der Gastgeberinnen völlig verunsicherte. Zwar konnte Weiterstadt noch einmal auf 54:51 verkürzen, in den verbleibenden 30 Sekunden behielten jedoch die Nordhessinnen die Nerven: Andrea Harder brachte den Ball geduldig nach vorne und ließ sich dabei auch von der bissigen Verteidigung nicht beirren. Bei noch 15 Sekunden Restspielzeit war Harder nur durch ein Foul zu stoppen. Die Gastgeberinnen hatten zu diesem Zeitpunkt jedoch erst ein Mannschaftsfoul begangen, wodurch das Spiel mit CVJM-Einwurf fortgesetzt wurde. Nun folgte zweimal das gleiche Bild: Einwurf Kassel, Foul Weiterstadt. Bei noch 7 Sekunden Restspielzeit war das 5. Mannschaftsfoul erreicht und Harder trat an die Freiwurflinie, von wo sie einen der beiden Freiwürfe zum 54:51-Endstand verwandelte! „Bei solch einem Spiel mit einer spannenden Schlussphase fühle ich mich direkt um 5 Jahre gealtert“, äußerte sich Trainer Felix Georg mit einem Schmunzeln. „Unsere Verteidigung war phasenweise etwas löchrig heute, der niedrige Spielstand belegt jedoch auch unser verteidigungsgeprägtes Spiel. Das in der Offensive leider erneut viele Würfe unglücklich versprangen, ist ärgerlich, wird sich jedoch auch wieder ändern.

Für den CVJM spielten: Precht 13, Kip 8, Marten 8, Gückelhorn 7, Gacal 6, Harder 3, Hutsch 3 (1 Dreier), Dirks 2, Oustioujina 2, C. Pastuszko 2, Ude

nächstes Spiel: 

1. Damen vs. BC Marburg II

Samstag, Oktober 15, 2011 - 18:00
1. Damen
vs : 
BC Marburg II

Am 7. Spieltag reist die Mannschaft von Trainer Felix Georg zum Tabellenschlusslicht Aschaffenburg. Die Mannschaft von Trainer Mate Kondic konnte in ihren bisherigen 5 Partien noch keinen Sieg einfahren und musste dabei teils erhebliche Niederlagen einstecken. Dabei hatten die Unterfranken insbesondere mit ihrer dünnen Besetzung zu kämpfen und konnten z. B. zum Saisonauftakt in Marburg nur mit 5 einsatzfähigen Spielerinnen antreten. Neben bitteren Niederlagen wie dem 32:110 gegen Tabellenführer Langen zeigte die Mannschaft um Jugend-Nationalspielerin Vanessa Roguljic (erst ein Einsatz in dieser Saison) gegen den TSV Grünberg 2 das eigene Potential, als man sich nur knapp mit 53:62 geschlagen geben musste. Nachdem einige verletzte Spielerinnen nun in den Kader zurückgekehrt sind, werden die Aschaffenburgerinnen sicher vehement um den ersten Saisonsieg kämpfen. „Gegen Aschaffenburg sind wir nun erstmals klar in der Favoritenrolle. In der Vergangenheit haben wir uns in solchen Spielen stets schwer getan, was es nun jedoch abzulegen gilt“, blickt Trainer Felix Georg voraus auf die Partie beim Tabellenletzten. „Aschaffenburg darf man nicht unterschätzen. Die teilweise sehr hohen Niederlagen sind auch auf Verletzungsprobleme zurückzuführen, bei der Niederlage gegen Langen waren bei denen z. B. die Bundesligaspielerinnen Stephanie Wagner und Mara Greunke mit von der Partie. Wir wollen am Wochenende vor allem befreit aufspielen. Dabei muss jedoch über 40 Minuten die notwendige Intensität gegeben sein, sonst kann ein solches Spiel ganz schnell in die Hose gehen!“ In den bisherigen Partien konnte man bereits zeigen, dass man gegen jedes Team in der Liga mithalten kann, dementsprechend will man nun auch gegen Schlusslicht Aschaffenburg auftreten. Dabei gibt es auch eine Rückkehr zu feiern: CVJM-Neuzugang Andrea Harder spielte von 1998 bis 2001 für den damaligen Bundesligisten Assist Aschaffenburg. Mit Ausnahme von Alena Dirks und Denise Ude sowie der nach wie vor an einer Knieverletzung laborierenden Manuela Greipel kann Trainer Felix Georg auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.

Ort: 
Sporthalle Wilhelmshöhe
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