Tolle Mannschaftsleistung sichert den Sieg gegen favorisierte Marburger mit 59:47
15. Oktober 2011, Felix Georg
15. Oktober 2011, Felix Georg
Dank eines furiosen 20:5-Laufs im letzten Spielabschnitt konnten sich die Regionalligadamen des CVJM Kassel einen verdienten 59:47-Sieg gegen den BC Marburg 2 sichern. Nach sechs Spieltagen steht man mit drei Siegen und drei Niederlagen dabei absolut im Soll.
Mit einer knappen 39:36-Führung ging es in den Schlussabschnitt, in dem man sogleich den besseren Start erwischte: Dank einer druckvollen Verteidigung erzwang man einen Ballgewinn nach dem anderen und konnte dank cleverem und schnellen Spiel erfolgreich abschließen. Nach 8 Punkten durch Natalie Gacal und Thurid Marten sah sich Marburgs Trainer Frank Arnold zu einer Auszeit gezwungen. Deren Botschaft fruchtete jedoch nur kurz, als Marburgs Schwarting per Dreipunktwurf auf 47:39 verkürzte. Die Kasselerinnen hatten erneut die passende Antwort parat und zwangen die Gäste zu Fehlern im Angriff, schlossen im eigenen Angriff jedoch konzentriert ab. Beim Stand von 59:41, bei noch zwei verbleibenden Spielminuten, war das Spiel entschieden! Die beiden erfolgreichen Distanzwürfe von Marburgs Topscorerin Natascha Heuser zum 59:47 waren letztlich nur noch Ergebniskorrektur. „Wir waren heute über 40 Minuten die bessere Mannschaft und haben daher auch verdient gewonnen“, sagte Trainer Felix Georg nach dem Spiel erleichtert. „Marburg war der erwartet schwere Gegner, aber schlussendlich hat unser großer Wille und die großartige Mannschaftsleistung uns zum Sieg geführt!“
Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel, in dem die Gastgeberinnen insbesondere von der Freiwurflinie punkteten (lediglich drei Feldkörbe gelangen der Mannschaft um Topscorerin Thurid Marten im Auftaktviertel) konnte man sich dank einer starken Schlussminute zum Viertelende erstmals eine kleine Führung zum 14:9 erarbeiten. Das zweite Viertel war geprägt von einer intensiven Verteidigung auf beiden Seiten. Zudem schlichen sich ins Kasseler Spiel nun vermehrte Unachtsamkeiten, alleine in den zweiten zehn Minuten leistete
man sich 7 Ballverluste. Dennoch ging man mit einer verdienten 24:19-Führung in die Halbzeitpause. „In der ersten Halbzeit standen wir in der Verteidigung solide und haben den Gästen nur selten leichte Punkte gestattet. In der Offensive haben wir hier und dort etwas zu hektisch agiert, insgesamt jedoch eine gute Leistung gezeigt“, war Georg erleichtert über den gelungenen Start in die Partie gegen die favorisierten Marburgerinnen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften zunächst einen offenen Schlagabtausch: Während auf Seiten des BC Marburg Natascha Heuser 8 Punkte erzielte, hielt auf Kasseler Seite Franziska Gückelhorn mit 7 Punkten dagegen. Zwei Punkte von Andrea Harder bedeuteten die 33:27-Führung für die Gastgeberinnen in der 25. Minute. Anschließend starteten die Gäste einen Zwischenspurt und gingen beim 33:34 in der 28. Minute erstmals seit der 2. Minute in Führung. Dies sollte jedoch auch die letzte Gästeführung sein, denn im Gegenzug brachten Kip und Marten mit ihren Körben den CVJM wieder zurück in Führung. Im anschließenden Schlussabschnitt bescherte man den Gästen vor allem mit der wechselnden Zonen- und Mann-Verteidigung Probleme und sicherte sich den verdienten Sieg! „Das war heute eine tolle Leistung meiner Mannschaft! Dieses Spiel haben wir durch eine starke Verteidigungsleistung im Schlussabschnitt gewonnen, Grundlage dafür war eine erneut tolle Mannschaftsleistung. Jeder hat heute seinen Teil zum Sieg beigetragen, auch die Spielerinnen mit wenig Einsatzzeit haben ihr Möglichstes beigetragen“, blickt Trainer Felix Georg zufrieden zurück auf den Sieg gegen Favoriten aus Marburg. Durch den dritten Sieg im sechsten Saisonspiel konnten die Kasselerinnen den Anschluss an das Mittelfeld wahren und weiter Boden gutmachen auf den Abstiegsplatz.
Für den CVJM spielten: Marten 12, Gückelhorn 11, Precht 8, Gacal 6, Harder 5, Kip 4, Hutsch 4, Oustioujina 4, Simon 4, Pastuszko 1, Dirks, Ude
Nach zuletzt drei Siegen in Folge und dem überzeugenden Triumph in Aschaffenburg empfangen die Regionalligadamen des CVJM Kassel am 8. Spieltag den TSV Grünberg 2. Die Zweitligareserve der Bender Baskets Grünberg belegte in der Vorsaison den dritten Tabellenplatz und will auch in dieser Saison im oberen Drittel landen. Im bisherigen Saisonverlauf zeigte sich die Mannschaft aus der Gallusstadt jedoch sehr schwankend: Während man gegen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter Langen eine knappe Niederlage hinnehmen musste, unterlag man gegen Horchheim (60:80) und Marburg (62:80) deutlich. „Grünberg ist eine junge, dennoch erfahrene Mannschaft. Alle Spielerinnen haben schon einige Jahre auf hohem Niveau gespielt und sind individuell sehr gut ausgebildet“, sieht Trainer Felix Georg die Gäste daher nicht zu Unrecht in der Favoritenrolle. „Mit Keisha Carthäuser und Ama Degbeon verfügt Grünberg über ein starkes und extrem talentiertes Duo unter den Körben, aber auch auf dem Flügel sind die Gäste gut besetzt.“ Für die Mannschaft um das Kapitänsduo Natalie Gacal und Alena Dirks gilt es daher insbesondere in der Verteidigung konzentriert zu agieren und den Gästen weder zu viele Freiräume unter den Körben noch einfache Würfe aus der Distanz zu gestatten. „Wir wollen uns gar nicht zu sehr durch das Spiel des Gegners beeinflussen lassen sondern uns vor allem auf unsere eigenen Stärken konzentrieren! Grünberg ist vor allem aufgrund der Erfahrung kein leichter Gegner. Wenn wir jedoch unser tatsächliches Leistungspotential abrufen können, haben wir eine durchaus realistische Siegchance“, erwartet die Mannschaft des Trainergespanns Georg & Kosberg jedoch eine herausfordernde Aufgabe.
Mit Ausnahme der weiterhin verletzten Manuela Greipel kann Trainer Felix Georg voraussichtlich auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, jedoch waren einige Spielerinnen in der vergangenen Woche erkältet, so dass außer Individual- und Wurftraining kaum normales Training möglich war. Nicht mehr im Kader steht Neuzugang Denise Ude, die sich aus persönlichen Gründen aus der Mannschaft zurückgezogen hat.