41:50-Niederlage in Mainz – Kleinigkeiten waren entscheidend
24. September 2011, Felix Georg
24. September 2011, Felix Georg
In einer von Anfang bis zum Ende umkämpften Partie mussten sich die Regionalligadamen des CVJM in ihrem zweiten Auswärtsspiel letztlich mit 41:50 gegen die Regionalligareserve des ASC Theresianum Mainz geschlagen geben. Dabei war der Spielverlauf jedoch knapper als es das Ergebnis letztlich aussagt. „Schlussendlich hat heute die insgesamt größere Erfahrung der Mainzer Mannschaft den Ausschlag gegeben. Wir konnten uns leider nie wirklich auf die Intensität des Gegners einstellen. Durch zu viele kleine Fehler im Angriff haben wir uns den heute durchaus greifbaren Sieg leider selbst weggenommen“, zieht Trainer Felix Georg sein Fazit. „Mainz ist kein angenehmer Gegner, von daher haben wir uns achtbar geschlagen. Dennoch ist es schade, dass wir heute keinen guten Tag erwischt haben, denn sonst hätten wir heute genauso als Sieger vom Feld gehen können! Nächste Woche gegen Hofheim wollen wir nun nachlegen.“
Wie bereits in Langen legten die CVJM-Damen einen klassischen Fehlstart hin. Beim Stand von 1:6 nach drei Minuten nahm Trainer Felix Georg bereits die erste Auszeit, um seine Spielerinnen wachzurütteln. Deren Wirkung lies jedoch zunächst auf sich warten und die Gastgeberinnen setzten sich zunächst auf 2:10 (5. Min.) ab. Ausschlaggebend war dabei mitunter auch die bisweilen grenzwertige Verteidigung der Gastgeberinnen, auf die sich die Kasseler Spielerinnen erst nach einigen Minuten eingestellt hatten. Anschließend erwachten die Nordhessinnen jedoch und konnten durch Gesa Kip & Stephanie Simon bis zum Viertelende auf 7:10 verkürzen. Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt erwischte nun erneut die Mainzer Mannschaft: Die Flügelspielerinnen Wenderoth und Edelmann konnten die Verteidigung des CVJM immer wieder durchbrechen und erfolgreich abschließen. Nach 15 gespielten Minuten lag Miriam Precht & Co. mit 9:18 im Hintertreffen. Die zweite Hälfte dieses Spielabschnitts gehörte nun jedoch den Kasselerinnen: Angeführt von Neuzugang Franziska Gückelhorn - die in dieser Phase 8 Punkte erzielte – konnte man dank eines 10:2-Laufs bis zur Halbzeitpause auf 19:20 verkürzen. „Leider ist es uns nicht gelungen, ähnlich gut ins Spiel zu starten wie gegen Saarlouis. Auf die harte Gangart der Mainzer Verteidigung mussten wir uns auch erst einmal einstellen, was uns leider nicht so schnell gelang
wie den Schiedsrichtern“, blickt Trainer Felix Georg auf die erste Halbzeit zurück.
Frisch aus der Kabine gekommen, war der Auftakt in die zweite Halbzeit – wie auch die gesamte Partie auf beiden Seiten – von intensiver Verteidigung geprägt: Die ersten Punkte der Halbzeit gelangen CVJM-Neuzugang Andrea Harder in der dritten Spielminute per Freiwurf. Durch fünf Punkte in Folge, darunter dreimal Harder von der Freiwurflinie, erspielten sich die CVJM-Damen die erste Führung zum 24:20 (24. Min.). In der Folge übernahmen jedoch wieder die Mainzerinnen die Kontrolle, im Spiel der Gäste schlichen sich erneut zu viele eigene Fehler ein, wodurch einfache Punkte vergeben wurden. Mit einem 2:11-Lauf der Gastgeberinnen drehten diese das Spiel zum 26:31 zum Viertelende. Im letzten Spielabschnitt setzten zunächst die ASC-Damen ihren Lauf fort und erhöhten in der 32. Minute nach einem Dreier von Heckmann sowie Punkten von Edelmann auf 28:38. Nun konnten die CVJM-Damen die Verteidigungsintensität erneut steigern, zwangen die Gäste zu Fehlpässen und konnten selbst erfolgreich abschließen. Durch vier Punkte von Andrea Harder verkürzte man so auf 36:40 bei noch knapp drei Minuten Restspielzeit. Nun schaukelte das Spiel stets hin und her, die Gastgeberinnen fanden jedoch zumeist eine Antwort auf die CVJM-Verteidigung. Im Angriff dagegen fehlte weiterhin das Wurfglück. So blieb man zwar bis zum Schluss auf Schlagdistanz, konnte die Niederlage jedoch nicht mehr abwehren.
„Eine Niederlage ist immer ärgerlich. Auch wenn wir heute hier als Außenseiter angetreten sind, wollten wir gewinnen. Und dies wäre an einem normalen Tag sicher auch möglich gewesen. Trotzdem haben meine Spielerinnen heute eine gute und kämpferische Leistung gezeigt! Neben den vielen unglücklichen Würfen, die wieder aus dem Korb heraussprangen, waren jedoch insbesondere die Kleinigkeiten entscheidend. Hier haben wir uns heute zu viele Unkonzentriertheiten geleistet. Wir alle können als Team weitaus mehr als wir heute gezeigt haben und genau daran wollen wir nun nächste Woche zuhause anknüpfen“, legt Trainer Felix Georg den Fokus bereits auf die nächste Partie gegen Hofheim.
Für den CVJM spielten: Gückelhorn 14, Harder 9, Kip 5, Hutsch 4, Pastuszko 3, Gacal 2, Precht 2, Simon 2, Dirks, Franke, Ude
Während in den kommenden zwei Wochen alle Mannschaften unterhalb der Regionalliga spielfrei sind, reisen die 1. Damen am 5. Spieltag nach Weiterstadt. Im zweiten Aufsteigerduell der Saison kommt es dabei zur Neuauflage des letztjährigen Endspiels um die Oberligameisterschaft. Die Südhessinnen rückten aufgrund des Aufstiegs des DJK/MJC Trier in die 2. Bundesliga als Zweitplatzierter der Oberliga Hessen nach und stellen neben dem CVJM Kassel und dem TV Saarlouis 2 den dritten Aufsteiger. Die Mannschaft von Trainer Manuel Lohnes setzt sich im Wesentlichen aus der letztjährigen Oberliga- bzw. WNBL-Mannschaft zusammen. Stützen des jungen Teams sind dabei neben Alessia Echarti und Saskia Gießelbach auch Neuzugang Tabea Stiller sowie Rückkehrerin Ronja Fink. „Wir müssen vor allem weiter an unserer Konstanz arbeiten“, zogen die Trainer Felix Georg & Martin Kosberg auch die Schlüsse aus den vergangenen Partien. „Unsere Leistung gegen Hofheim in der ersten Halbzeit hat mich absolut zufrieden gestellt. Solch ein Einbruch sollte uns nicht noch einmal passieren.“ Gegen die junge Mannschaft aus Weiterstadt will der CVJM vor allem die körperliche Stärke und Größe gezielt einsetzen. Dabei wird es für die Mannschaft um Kapitänin Natalie Gacal vor allem darauf ankommen, den Weg zum Korb zu verschließen und keine einfachen Würfe zuzulassen.